…und noch mal Delfine

An windstillen Tagen kann man gelegentlich direkt von unserem Grundstück aus Delfine beobachten. Heute hielt sich eine kleine Gruppe von mindestens fünf Tieren recht lange in Sichtweite auf und war mit dem Fernglas von unserem Balkon aus gut zu beobachten – zum ersten Mal habe ich die Tiere auch häufig gänzlich aus dem Wasser springen sehen. Die Bedingungen zum Fotografieren waren (ohne Teleobjektiv) aufgrund der Entfernung natürlich nicht besonders günstig, aber ich habe es trotzdem versucht – hier die Ergebnisse.


Das Beweisfoto: Blick auf die Delfine von unserem Balkon aus.


Von den Delfinen wurden einige Möwen angezogen, die ihnen ständig nachflogen und offenbar darauf hofften, Fische zu erwischen, die den Delfinen zu entkommen versuchten.


Meistens sieht man von den Delfinen nur die Rücken auftauchen.


Diese hier sprangen aber auch immer wieder richtig aus dem Wasser heraus.


Ich denke, dass es sich um Große Tümmler (Tursiops truncatus) handelte: Die Delfine waren recht gedrungen, ohne erkennbare Zeichnung, mit eher kurzer Schnauze und leicht gebogener Rückenfinne.

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Das frühbronzezeitliche Heiligtum Koryfi t’Aroniou

Im Südosten von Naxos, etwa drei Kilometer nördlich von der Bucht Pánormos mit der kleinen frühbronzezeitlichen Akropolis am Korfári ton Amygdalión, befindet sich eine kleine Anlage aus derselben Zeit, die als Heiligtum interpretiert wird. Sie liegt auf einem steilen, etwa kegelförmigen Hügel von ungefähr 80 Meter Höhe namens Koryfí t’Aronioú. Es sind nur wenige Mauer- und Gebäudereste erhalten. Die bedeutendsten Artefakte, die hier gefunden wurden, sind mehrere heute im Museum von Apíranthos ausgestellte Steinplatten mit eingeritzten Darstellungen von Menschen, Tieren und Booten.


Auf diesem etwa kegelförmigen, steilen Hügel liegen, von unten kaum zu sehen, die Überreste eines kleinen frühbronzezeitlichen Heiligtums.


Von der Anlage aus bietet sich ein weiter Blick über das Meer bis nach Moutsoúna. Es ist anzunehmen, dass von hier aus das nordöstlich anschließende Meeresgebiet überwacht wurde, so dass die Bewohner der weiter südlich gelegenen Siedlung in Pánormos rechtzeitig gewarnt werden konnten, wenn sich verdächtige Schiffe näherten.


Hier sieht man die Fundamente eines interessanten, etwa elliptischen Gebäudes, das an den links liegenden Felsen angebaut war, der zu einer kleinen Höhlung ausgearbeitet ist. Der Boden des Gebäudes war mit Platten ausgelegt; der Eingang liegt im Vordergrund. Dieses Gebäude wird als Heiligtum verstanden.

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Die hellenistische Epoche

Die hellenistische Epoche der griechischen Antike umfasst die Zeit von 336 v. Chr. (Ermordung Phillips des II.) bis in das 1. Jhd. v. Chr. Am Beginn der hellenistischen Epoche steht der zehnjährige Alexanderfeldzug bis Indien mit der Eroberung Persiens und Ägyptens, der jedoch mit dem frühen Tod Alexanders in Babylon auf der Rückkehr nach Persien sein Ende nahm. In der Nachfolge Alexanders entstanden drei größere Reiche, das der Antigoniden in Griechenland, das der Ptolemäer in Ägypten und das der der Seleukiden in Asien. In Griechenland verbündeten sich die Städte zu mehreren “Bundesstaaten”. Ab 200 bis 30 v. Chr. wurden die hellenistischen Reiche nach und nach von Rom erobert. Naxos fiel während der hellenistischen Epoche zunächst in den makedonischen Herrschaftsbereich; später geriet es je nach den sich verschiebenden Machtverhältnissen in der Ägäis unter ptolemäischen, rhodischen und römischen Einfluss. Bedeutsam für die Insel war die Nähe zu Delos, das eine besonders große Bedeutung als Handelszentrum erlangte. Ebenso wie alle Inseln der Ägäis hatte auch Naxos in dieser unruhigen Zeit sehr unter Piratenangriffen zu leiden.

Unsere Informationen über die hellenistische Epoche auf Naxos sind eher spärlich. In der Chora wurden mehrere Gebäude und Gräber ausgegraben, die einiges an Keramik zutage gebracht haben. In Südnaxos finden sich die Reste einer Reihe von runden Wehrtürmen aus dieser Zeit, deren besterhaltener und bekanntester der Turm von Chimarrou ist; von den anderen Türmen sind meist nur einige wenige Steinreihen oder nur die Fundamente erhalten. Es handelt sich um Fluchttürme größerer Landgüter, die vermutlich wegen der Gefahr von Piratenüberfällen errichtet wurden – sie waren nicht stark genug, um einer langen Belagerung oder einem Krieg zu widerstehen, konnten die Bewohner und ihr Gut aber sehr wohl bei einem Piratenüberfall beschützen. Wenn auch die hellenistischen Wehrtürme von Naxos eindeutig eine Bedrohung der Inseln, vor allem durch Piraten, beweisen, so zeugen sie doch gleichzeitig von einem relativen Wohlstand der Bewohner, die in der Lage waren, solch aufwändige Gebäude zu errichten.


der hellenistische Turm von Chimarrou mit einer der Wehrmauern

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Die klassische Epoche

Nach den bedeutenden Leistungen der Insel Naxos in der vorangegangenen archaischen Epoche, während derer die Naxioten durch ausgedehnten Handel einen bedeutenden Reichtum erlangten und sowohl auf Naxos selbst als auch auf der benachbarten Insel Delos, der Heiligen Insel des Apollon, große Tempel und einzigartige Statuen errichteten, nahm das Schicksal der Insel während der klassischen Zeit einen ganz anderen Verlauf. Zu Beginn dieser Epoche gelang es den Naxioten, sich von der Herrschaft der Aristokratie zu befreien und eine Demokratie einzurichten – was weitreichende Verstrickungen der Insel in den politischen Ereignissen der klassischen Epoche nach sich zog: Es löste den Ionischen Aufstand gegen die Perser aus, der seinerseits zu den Perserkriegen mit dem unerwarteten und triumphalen Sieg der Griechen führte. Während der übrigen Jahrzehnte der klassischen Epoche fiel Naxos im Zuge der diversen Auseinandersetzungen der griechischen Stadtstaaten untereinander zeitweise unter attische, teilweise unter spartanische Oberherrschaft; mehrere Versuche der Insel ihre Eigenständigkeit wieder zu erlangen, scheiterten – und auch im kulturellen Bereich konnte Naxos seine alte Bedeutung während des Restes der Antike nicht wiedererlangen.

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Die archaische Epoche

Die archaische Epoche umfasst etwa das 7. und das 6. Jhd. v. Chr. In dieser Zeit vollzog sich im griechischen Raum ein bemerkenswerter kultureller Aufschwung, und die charakteristische, allbekannte “griechische Kultur” mit ihren bedeutenden Errungenschaften bildete sich heraus. Naxos errang in der archaischen Epoche die Vorherrschaft über die Kykladen; zahlreiche Spuren zeugen von der bedeutenden, schnellen Entwicklung der Insel. Auf Naxos entstanden die ersten griechischen Marmorstatuen, insbesondere die ersten und größten Kouroi, d.h. Statuen von lebens- oder überlebensgroßen Ausmaßen. Die Gestaltung der Kouroi sowie die Figuren der von den Naxioten in Delphi gestifteten Sphinx und der Löwen der naxiotischen Löwenallee in Delos zeigen einen klaren ägyptischen Einfluss. Diese Verbindung nach Ägypten beweist die überregionale Bedeutung von Naxos in der archaischen Epoche.

der Kouros von Apollonas
der Kouros von Apollonas


die von den Naxiern errichtete Löwenallee auf Delos

Auch in der Entwicklung der griechischen Tempelarchitektur spielte die Insel eine große Rolle: hier wurden die ersten Tempel errichtet, die als reine Marmorbauten geplant waren (inselionischer Baustil).


der Demeter-Tempel bei Sangri

Die Insel Naxos besaß in der frühen archaischen Epoche eine Aristokratie, und der Stil der Keramik zeigt, dass die Naxioten im Vergleich beispielsweise zu den Athenern eher konservativ eingestellt waren. Eine besondere Bedeutung besaß seit alters her der Dionysos-Kult auf der Insel, und eine Zeit lang war der höchste Priester des Dionysos gleichzeitig das Oberhaupt der Insel. Im Jahre 537 v. Chr. übernahm der naxische Adelige Lygdamis die Herrschaft über die Insel. Lygdamis hatte dem Athener Tyrannen Peisistratos geholfen, die Macht wieder zu ergreifen, nachdem er von seinen Widersachern vertrieben worden war. Zum Dank half Peisistratos dem Naxier, die über die Insel herrschende Aristokratie zu entmachten und eine Tyrannei zu errichten. Unter Lygdamis’ Regierung wurde mit dem Bau eines großen Apollo-Tempels bei der Hauptstadt mit einem gigantischen, aus sechs Meter langen Marmorblöcken bestehenden Tor begonnen, auch der Demeter-Tempel wurde während seiner Regierungszeit errichtet.


der Apollon-Tempel bei der Chóra mit seinem gigantischen Tempeltor, der Portara

Lygdamis führte die Insel zu einer bedeutenden Blüte. Es gelang ihm zudem, eine ganze Reihe an Nachbarinseln unter seine Kontrolle zu bringen, so die Inseln Paros und Andros. Im Jahr 524 v. Chr. wurde Naxos von den Spartiaten eingenommen, die die Aristokraten wieder an die Herrschaft brachten; gegen Ende der archaischen Epoche wurde schließlich eine Demokratie eingerichtet.

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Alle Jahre wieder: Weihnachtsgrüße

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Sonnenaufgang mit Mond

Mal wieder ein schöner Sonnenaufgang mit Mond und Morgenstern…

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Kraniche

Auf Naxos gibt es naturgemäß viel Vogelzug: Viele Vögel, die über die Ägäis ziehen, machen auf der Insel Station. Zur Zugzeit kann man entsprechend wesentlich mehr Vogelarten sehen als auf der Insel brüten. Kraniche tauchen allerdings sehr selten auf; diese waren die ersten, die ich hier gesehen habe. Sie flogen sehr hoch, und so habe ich sie eigentlich nur durch Zufall entdeckt. Eine schöne Überraschung!

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Tropfsteine und Mineralien

Beim Erforschen der Schmirgelminen von Naxos gibt es vieles Schönes und Interessantes zu entdecken: so beispielsweise Tropfsteine und bunte Mineralien.


Sinterablagerungen im Gang einer nicht mehr genutzten, sehr feuchten Schmirgelmine


Die kleinen, zerbrechelichen Sinterröhrchen sind die Vorstufen von Tropfsteinen.


Um die Schmirgellinse herum befindet sich stets viele Glimmerschiefer wie hier wohl Margarit.


An den Glimmerschiefern sitzen häufig schöne Turmaline.


Hier handelt es sich wohl um Roteisenstein (Hämatit).


Manchmal weist das Gestein Stellen auf, deren Färbung an schillernde Ölflecken erinnert, möglicherweise Buntkupferkies.

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Marmor-Schneidewerk

Der auf Naxos abgebaute Marmor wird auf der Insel in mehreren Schneidewerken weiter verarbeitet. Hier ein paar Fotos aus dem Schneidewerk östlich von Kinídaros.


Vorm Schneidewerk stehen viele fertig geschnittene Marmorscheiben. Die Brücke dient dem Transportieren und dem Aufladen des Marmors.


Im Schneidewerk werden die Marmorblöcke mit verschiedenen Maschinen geschnitten; hier eine große automatische Säge.


Auch eine Seilsäge wird verwendet.


Im Innenraum arbeitet eine große Säge, die einen Steinblock gleichzeitig mit zwei Sägeblättern zerteilt, so dass in einem Arbeitsgang eine Platte bestimmter Dicke und Breite entsteht.


Hier werden die fertig geschnittenen Platten geschliffen oder poliert.


Weiteres Schneiden wird mit diesem Gerät vorgenommen.


Runde Kanten werden von Hand geschliffen.

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