Wolken im Abendlicht


Wolken im Abendlicht – traumhaft schön!

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Seide

Die als Seiden bezeichneten Pflanzen (Gattung Cuscuta) leben als Vollschmarotzer, d.h. sie betreiben keine Photosynthese, sondern leben auf anderen Pflanzen, denen sie die Nährstoffe entziehen. Die Seiden besitzen weder Blätter noch Wurzeln: Die Blätter fehlen völlig oder sind zu winzigen Schuppen reduziert, und eine kleine, kurzlebige Wurzel bildet nur der Keimling aus, um sich mit ihr auf einer Wirtspflanze zu verankern. Die Seiden zapfen die Stängel ihrer Wirte mit sogenannten Haustorien an, kleinen Saugorganen, die in die Stängel hineinwachsen. So entnehmen sie der Wirtspflanze alle Nährstoffe, die sie benötigen. Dabei ist auch bei starkem Bewuchs der Schaden an der Wirtspflanze meist nicht so groß, dass diese abstirbt.


Die Angehörigen der Gattung Cuscuta leben parasitisch auf anderen Pflanzen.


Sie bilden ein dichtes Gewirr weicher, dünner Stängel aus, die sich um die Wirtspflanze winden. Mit kleinen Saugorganen, den Haustorien, entzieht die Seide ihrer Wirtpflanze die benötigten Nährstoffe.


Die Seide bildet zahlreiche kleine, rundliche Blütenstände aus. Stängel und Blüten sind oft rötlich gefärbt.

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Fledermäuse

Die Fledermäuse sind ganz besonders ungewöhnliche und interessante Tiere, auch wenn die meisten Menschen wegen ihrer nächtlichen Lebensweise nicht viel über sie wissen.


Auf Naxos sind Fledermäuse vor allem in Höhlen, in den Schmirgelminen oder in alten Gebäuden anzutreffen. Hier zwei Große Hufeisennasen in einer verlassenen Schmirgelmine.


Fledermäuse sind die einzigen Säugetiere, die aktiv fliegen können. Sie sind außerordentlich geschickt und wendig im Flug.


Der Flügel der Fledermaus ist zwischen den Hinterbeinen und den extrem langen und dünnen Knochen der Vorderbeine und der Finger aufgespannt. Der Daumen steht als Kralle ab; er ist nicht in die Flughaut eingebunden und wesentlich kürzer als die anderen Finger.


Ruhende Große Hufeisennase. Das Tier hat sich regelrecht in seine Flughaut „eingepackt“. In der Ruhe wird der Stoffwechsel stark heruntergefahren und die Körpertemperatur sinkt bis auf wenige Grad über der Außentemperatur.


Bei dieser Großen Hufeisennase sieht man den merwürdigen Nasenaufsatz, der zur Erzeugung der Ultraschall-Rufe beiträgt, und die großen, kompliziert gebauten Ohren.

In Europa gibt es etwa 40 Fledermaus-Arten, von denen ungefähr die Hälfte als bedroht eingestuft wird. 35 dieser Arten kommen in Griechenland vor. Von den Ägäis-Inseln lagen bisher nur sehr wenig Daten vor. Im Frühjahr 2015 konnte ich zwei griechischen Umweltforscherinnen bei der Untersuchung der Fledermäuse der Insel helfen, und Anfang Oktober dieses Jahres waren für eine Woche englische Fledermaus-Forscher auf der Insel, die mich ebenfalls auf einen Ausflug in eine der Höhlen der Insel mitgenommen haben. Inzwischen sind auf der Insel gut dreizehn Arten nachgewiesen worden, und ich habe meinen Artikel über die Fledermäuse um ein paar Arten erweitern können.

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Bat Cave

Dieses Jahr sind wieder Fledermaus-Forscher auf Naxos; diesmal unter dem englischen Ökologen und Fledermaus-Spezialisten Geoff Billington. Ich begleite die Fledermaus-Forscher auf ihrem Ausflug zur Höhle Kakó Spílaio, der „Schlechten Höhle“ oder „Bad Cave“, die wir bei dieser Gelegenheit in „Bat Cave“ umtaufen.


vor dem Höhleneingang


Von der größeren, aber sehr niedrigen Eingangskammer aus gelangen wir durch einen niedrigen Durchgang in eine kleine zweite und dritte Kammer. Hier hängen über 20 Große Hufeisennasen an der Decke.


Auf diesem Foto sieht man gut den merkwürdigen Nasenaufsatz, der dieser Gattung zu ihrem Namen verholfen hat.


Alle Fledermäuse werden abgenommen, das Geschlecht und das ungefähre Alter bestimmt (Jungtier oder Adult), und dann werden sie wieder an die Höhlendecke gehängt. Das ist manchmal nicht so einfach – die Tiere haben oft etwas Mühe, sich am glatten Fels festzuklammern.


Wir finden nur eine einzige Fledermaus von einer anderen Art: ein Balkan-Langohr (Plecotus kolombatovici). Diese Art besitzt keinen Nasenaufsatz und sehr lange Ohren, die über halb so lang sind wie der Körper.

Von der dritten Kammer aus geht es, mehr oder weniger auf dem Bauch kriechend durch einen niedrigen Durchgang, über dem der Fels wie ein Vorhang herabhängt, in eine vierte Kammer. Von dieser aus führt ein sehr schmaler, gewundener Gang mehrere Meter hinab bis zur letzten Kammer, die mit 45 Metern Länge auch die größte ist. Hier kann man jedoch nur hinab, wenn man dafür ausgerüstet ist: Man muss auf dem Bauch sehr eng durch tonige, feuchte Erde rutschen. Unsere Fledermausforscher sind nicht nur mit Helmen, sondern auch mit wasserdichten Overalls ausgestattet, und lassen sich vom Matsch nicht abschrecken. In der letzten Kammer finden sie zwar nur wenige Fledermäuse, aber dafür den kleinen See am Ende der Höhle.


In der letzten, größten Kammer, die man nur durch einen mehrere Meter langen, sehr engen Gang, auf dem Bauch im Matsch rutschend, erreichen kann, finden die unerschrockenen Forscher endlich auch den kleinen See, von dem wir schon gehört und gelesen hatten.

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Frösche und Kröten

Auf Naxos kommen meines Wissens nur zwei Lurche vor, der Balkan-Wasserfrosch und die Wechselkröte.

Balkan-Wasserfrosch
Der Balkan-Wasserfrosch ist an den Wasserläufen von Naxos recht häufig.


Die Wasserfrösche weisen eine recht variable Färbung auf; bei uns sind sie bräunlich gefärbt und tragen mehr oder weniger ausgeprägte Flecken.


Die Haut der Lurche ist weich, feucht und oft drüsig. Ein beträchtlicher Anteil der Atmung der Tiere läuft über die Haut ab.

In meinen ersten Jahren auf Naxos haben wir regelmäßig bei uns im Garten Wechselkröten angetroffen; später sind diese, wohl weil es zu trocken war, völlig verschwunden. Dieses Jahr haben wir eine Wechselkröte in Moutsouna gefunden, so dass wir ein paar Fotos machen konnten (wenn auch nicht besonders gute, da es sehr dunkel war).


Die Wechselkröte ist nachtaktiv und lebt in eher trockenen Lebensräumen. Sie ist grau gefärbt mit gut abgegrenzten grünen Flecken auf dem Körper und den Beinen.

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Women’s retreat in Azalas im April 2018

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Nachtfalter

Hier kommt noch ein Nachtfalter, den ich bislang noch nicht fotografiert hatte, obwohl er zu den häufigsten Arten bei uns gehört und in manchen Jahren in windstillen Nächten massenweise die Lichter anfliegt. Es handelt sich um das Steineichen-Ordensband (Catocala nymphaea); seine Raupen ernähren sich von Eichenblättern.


Die Vorderflügel des Steineichen-Ordensband sind unauffällig grau gemustert. Für die Art typisch sind die zwei weißlichen Flecke etwa in der Mitte der Flügel.


Wie bei allen Ordensbändern sind die Unterflügel orange bis rötlich gefärbt und tragen zwei breite schwarze Streifen.

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Ein neuer kleiner Schmetterling

Obwohl ich die meisten bei uns vorkommenden Schmetterlinge schon fotografiert und „abgehandelt“ habe, kommt es doch vor, dass ich noch eine mir unbekannte Art antreffe. In diesem Frühsommer hat sich bei uns im Garten öfter eine kleine Bläulings-Art aufgehalten, die ich noch nicht kannte, der Kreuzdorn-Zipfelfalter. Diese Art kommt im südlichen Europa und Asien vor und ist an offene, trockene Habitate gebunden. Die Raupen leben auf Kreuzdorn.


Dieser kleine Falter gehört zu den Bläulingen, obwohl er nicht blau sondern bräunlich gefärbt ist. Für die Art charakteristisch ist der bläuliche Fleck neben der Ansatzstelle des Zipfels am Hinterflügel.


Männchen und Weibchen sehen bei dieser Art fast gleich aus.

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Die Große Mörtelgrabwespe

Die Große Mörtelgrabwespe (Sceliphron destillatorium) legt ihre Eier in aus feuchter Erde gefertigte Nester. Sie verwendet keine „Zusatzstoffe“ bei der Herstellung des Mörtels, weswegen die Nester nicht wasserbeständig sind, so dass die Wespe sie nur an regengeschützten Stellen anlegt, so unter den Dächern offener Gebäude, aber auch im Innern bewohnter Häuser. Jedes Nest besteht aus mehreren Kammern, die je ein Ei, und, als Nahrung für die Larve, mehrere Spinnen enthalten.

Diesen Sommer haben sich, wenn ich im Garten gegossen habe, stets eine ganze Reihe von Großen Mörtelgrabwespen eingefunden, um die feuchte Erde zu sammeln. Dabei formt die Wespe mit ihren Vorderbeinen einen kleinen Lehmball, den sie dann flugs davonträgt.


Die Große Mörtelgrabwespe sammelt feuchte Erde als Nestbaumaterial in unserem Garten – diesen Sommer haben sich stets mehrere Tiere versammelt, wenn ich meine Beete gegossen habe.


Hier sieht man die auffällig schwarz-gelb gefärbten langen Beine der Wespe sowie den überaus dünnen, gelben „Stiel“ zwischen Vorder- und Hinterkörper. Mit den Vorderbeinen kratzt die Wespe etwas feuchte Erde zusammen, die sie zu einem runden Ball formt.


Die Wespe ist ein ganzes Weilchen mit dem Formen des Balls beschäftigt.


Dann fliegt sie plötzlich weg – es war sehr schwer, ein Foto zu machen, bei dem man den Lehmball, den die Wespe trägt, sehen kann. Hier das beste Ergebnis.


Die Mörtelgrabwespen kleben ihre Lehmnester gern an Türrahmen oder unter die Decken von offenen Gebäuden. Es ist mir nicht gelungen, ein Foto der Wespe am Lehmnest zu machen, weil sie dort immer nur so kurz beschäftigt war.


Hier sieht man, dass das Nest je aus kleinen Lehm-Portionen zusammengeklebt ist.


Und hier ein Blick in das geöffnete Nest. Man die aufgeplatzten Puppen mit den noch nicht fertig entwickelten Tieren darin. In der obersten Kammer, in der sich keine Larve entwickelt hat, sieht man die als Nahrung für die Larve hineingelegte Spinne.

siehe auch:

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Mondfinsternis am 7. 8. 2017


Heute haben wir eine partielle Mondfinsternis, schön bei Mondaufgang zu sehen.


unbearbeitetes Foto, ohne Stativ aufgenommen (hab die Kamera auf dem Knie aufgestützt) – dafür eigentlich ganz gut!

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